Sprachhinweis
Diese Stelle scheint auf German ausgeschrieben zu sein. Da das Angebot in einer Landessprache verfasst ist, prüfen Sie die offizielle Ausschreibung bitte sorgfältig daraufhin, ob German-Kenntnisse für diese Stelle erwartet werden.
Projektbeschreibung
Ausschreibungs-ID:
fb20-0159-wmz-2026
Eintrittstermin:
nächstmöglich
Bewerbungsfrist:
27.09.2026
Entgeltgruppe:
E 13 TV-H
Befristung:
3 Jahre
Umfang:
Teilzeit (65 %)
Die 1527 gegründete Philipps-Universität bietet vielfach ausgezeichnete Lehre für rund 22.000 Studierende und stellt sich mit exzellenter Forschung in der Breite der Wissenschaft den wichtigen Themen unserer Zeit.
Am Fachbereich Medizin, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt befristet auf 3 Jahre, soweit keine Qualifizierungsvorzeiten anzurechnen sind, eine drittmittelfinanzierte
Qualifizierungsstelle mit dem Ziel der Promotion
im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten SFB/TRR 393 „Trajectories of Affective Disorders“ und eines angegliederten DFG-Projekts zur Untersuchung von Angststörungen in Teilzeit (65 % der regelmäßigen Arbeitszeit) zu besetzen. Die Eingruppierung erfolgt nach Entgeltgruppe 13 des Tarifvertrages des Landes Hessen.
Der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte SFB/TRR 393 „Trajectories of Affective Disorders“ untersucht die unterschiedlichen Verläufe affektiver Störungen, insbesondere Depression und bipolare Störung, sowie deren psychologische und neurobiologische Mechanismen. Hierzu werden Patient*innen longitudinal und multimodal untersucht, unter anderem mittels klinischer Interviews und Fragebögen, Smartphone-basierter Erhebungen sowie funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) und EEG. Teilprojekte untersuchen zum Beispiel die Entstehung und Aufrechterhaltung von Erwartungen und deren Bedeutung für affektive Störungen. Ein Schwerpunkt liegt auf negativen Erwartungen sowie auf Lern- und Anpassungsprozessen bei der Verarbeitung neuer oder erwartungswidriger Informationen. Hierzu kommen u. a. experimentelle Paradigmen zur Furchtkonditionierung, zum Belohnungslernen und zur sozialen Informationsverarbeitung in Kombination mit fMRT zum Einsatz.
In einem eng mit dem SFB/TRR 393 verbundenen DFG-Projekt werden diese Forschungsansätze nun auf Patient*innen mit Angststörungen erweitert. Durch harmonisierte klinische, behaviorale und neurobiologische Untersuchungen sollen gemeinsame und störungsspezifische Mechanismen affektiver und Angststörungen untersucht werden. Die ausgeschriebene Promotionsstelle ist an der Schnittstelle beider Projekte angesiedelt und bietet damit die Möglichkeit, transdiagnostische Fragestellungen zu Erwartungen, Lernen und psychopathologischen Entwicklungsverläufen zu bearbeiten.
Ihre Aufgaben:
- wissenschaftliche Mitarbeit im SFB/TRR 393 und im angegliederten DFG-Projekt zu Angststörungen
- Rekrutierung, klinische Charakterisierung und Untersuchung von Patient*innen mit affektiven und Angststörungen sowie gesunden Vergleichspersonen
- Organisation und Durchführung experimenteller Untersuchungen, insbesondere fMRT- und EEG-Messungen
- Durchführung und Auswertung klinischer Interviews, psychopathologischer Ratings, Fragebögen und neuropsychologischer Untersuchungen
- Auswertung behavioraler, klinischer und neurobiologischer Daten
- enge Abstimmung und Koordination mit den beteiligten Teilprojekten und Kooperationspartner*innen
- wissenschaftliche Publikation und Präsentation der Ergebnisse
- Unterstützung bei Berichterstattung, Ethikanträgen, Studiendokumentation und Forschungsdatenmanagement
Im Rahmen der übertragenen Aufgaben wird die Möglichkeit zu eigenständiger wissenschaftlicher Arbeit geboten, die der eigenen wissenschaftlichen Qualifizierung dient. Die Befristung richtet sich nach § 2 Abs. 1 WissZeitVG.
Ihr Profil:
- abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master, Diplom oder vergleichbar) in Psychologie, Neurowissenschaften, Medizin, Biologie oder einem verwandten Fach
- ausgeprägtes Interesse an klinisch-psychiatrischer und neurowissenschaftlicher Forschung
- Interesse an der Untersuchung von Angststörungen sowie an Mechanismen von Erwartungen und Lernen
- Erfahrung mit experimenteller Forschung und quantitativer Datenanalyse
- Erfahrung mit fMRT und/oder EEG ist von Vorteil
- Erfahrung im Umgang mit Patient*innen mit psychischen Erkrankungen sowie mit klinischen Interviews, Fremdratings oder neuropsychologischen Untersuchungen ist von Vorteil
- Kenntnisse in einschlägiger Analysesoftware bzw. Programmiersprachen (z. B. R, Python, MATLAB oder vergleichbar) sind wünschenswert
- sehr gute Deutschkenntnisse für die Durchführung klinischer Untersuchungen sowie sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift
- Fähigkeit zu selbstständigem wissenschaftlichem Arbeiten sowie Freude an der Zusammenarbeit in einem interdisziplinären Forschungsverbund
Die Bereitschaft zur eigenen wissenschaftlichen Qualifizierung wird erwartet.
Wir bieten:
- flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit, mobil zu arbeiten, soweit es die Projektanforderungen erlauben
- Zugang zu moderner Forschungsinfrastruktur einschließlich MRT- und EEG-Laboren
- Einbindung in ein interdisziplinäres und standortübergreifendes Forschungsnetzwerk des SFB/TRR 393 und des angegliederten DFG-Projekts
- enge wissenschaftliche Betreuung durch Prof. Dr. Tilo Kircher und Prof. Dr. Benjamin Straube
- Möglichkeit zur Entwicklung eines eigenen Promotionsprojekts an der Schnittstelle von affektiven Störungen, Angststörungen, Erwartungen, Lernen und translationaler Neurobildgebung
- strukturierte Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Rahmen des Forschungsverbundes (Research Training Group des CRC/TRR 393) und der Marburg Research Academy (MARA)
Die Philipps-Universität unterstützt die professionelle Entwicklung von Nachwuchswissenschaftler*innen durch die Angebote der Marburg Research Academy (MARA), des International Office und der Stelle für Hochschuldidaktik.
Kontakt für weitere Informationen
Prof. Dr. Benjamin Straube +49 6421-58 66429 straubeb@staff.uni-marburg.de
Wir fördern Frauen und fordern sie deshalb ausdrücklich zur Bewerbung auf. In Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, werden Frauen bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Als familienfreundliche Hochschule unterstützen wir unsere Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Eine Reduzierung der Arbeitszeit ist grundsätzlich möglich. Menschen mit Behinderung im Sinne des SGB IX (§ 2 Abs. 2 und 3 SGB IX) werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Bewerbungs- und Vorstellungskosten werden nicht erstattet.
Bitte bewerben Sie sich bis zum 27.09.2026 ausschließlich über den untenstehenden Bewerbungs-Button.
Philipps-Universität Marburg
Marburg, Germany